Lyrik

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Jeden Augenblick
stirbt ein Augenblick
für den Nächsten.

Es ist die reine Illusion,
dass auch nur ein Wimpernschlag
dem darauf folgenden gleicht.

Alles ist in diesem Moment frisch und neu
und doch im nächsten Moment
schon alt und vergangen.

NICHTS ist uns sicher
und NICHTS ist von Dauer
außer der Liebe Gottes,
in der wir ruhen.

Panta rhei. Alles fließt. Alle Elemente, Formen und Farben sind im stetigen Wandel. Panta rhei. Alles fließt. Alles war immer da, alles ist immer da und alles wird immer da sein. Panta rhei. Alles fließt. Aus Nichts kann nicht Etwas werden und aus Etwas kann nicht Nichts werden. Panta rhei. Alles fließt. Kein Werden, kein Vergehen. Panta rhei. Alles fließt. b*love

Du bist die Sonne,
verkleidet.
Du bist Gott
und versteckst dich
vor dir selbst.
Entferne jedes “mein!”,
entferne den Schleier.

Wozu sich sorgen?

Höre, was dein Freund Hāfiz
ganz sicher weiß:

Die Erscheinung dieser Welt
ist ein brillanter Zaubertrick,
denn ihre Geschäfte gehen
vom Nichts zum Nichts.

Du bist ein göttlicher Elefant
mit Amnesie, der versucht,
in einem Ameisenhaufen zu leben.
Mein Liebster, oh, meine Liebste
Du bist Gott, verkleidet!

Hāfiz

Nichts sein müssen
und nichts sein wollen.
Nur sein
im ich sein
und nichts sein
im ALLES sein.

Fallen

Sanft trudelnd
hinunter
auf den Grund.

Auf dem Boden
in allem
Leben sein.

Nach schon achteinhalb Schritten
ein Lächeln eingefangen.
Das Blau des Himmels,
filterlos
ins Herz gedrungen

jetzt Rührei
mit Schinken
und dankend
auf weitere Wunder
schauen.

Bist du bereit?

so
spring
ganz nackt
in den Fluss
vertraue
der Strömung
sie trägt dich
mal wild
mal träge
mal rauschend
mal still
und
sicher
ins Meer

Die Falle

Wenn…
dann…
Falle
der Fallen.
Wenn
überhaupt
dann
jetzt!

Neuland

Los
gelassen
kreise ich
getragen
vom Willen der Winde
über neues Land
wo wieder Wurzeln
wachsen
dürfen.

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