Allgemein

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Du kannst dich für das Bewusstsein halten, aber damit weiter machen, etwas als Wesen zu wollen, selbst wenn es spirituelles Wissen ist. Der Körper ist ein Instrument, durch das sich das Bewusstsein selbst offenbart, doch er hat keine getrennte, eigene Identität.

Der Körper ist an die Zeit gebunden und dieses Bewusstsein, das vom stofflichen Körper abhängt, ist auch zeitgebunden.
Der belebende Atem ist das aktive Element, das den Körper in Bewegung hält. Bewusstsein ist das passive Element. Der belebende Atem wird den Körper nach einer gewissen Zeit verlassen und totes Material zurücklassen; das Bewusstsein wird den Körper ebenfalls verlassen und mit dem universellen Bewusstsein verschmelzen.

Das ist der Ablauf. Und was daran hältst du für dich selbst?

Das ist lediglich ein Funktionieren, es gibt darin kein getrenntes Wesen. Zweifelsfrei ist unsere wahre Natur jedem bekannt, aber aufgrund der Identifikation mit dem Körper als einem getrennten Wesen ist diese Natur überschattet worden. Dieses Wissen ist völlig nutzlos, solange du dich für ein getrenntes Wesen hältst, das spirituelle Rettung erwartet. Es gibt kein Wesen, dass einen Vorteil von diesem Wissen haben kann.

Erfahrungen und Wissen werden zu persönlichen Erinnerungen. Vor dem Ereignis der Empfängnis war keine Erfahrung und kein Wissen und spätestens nach dem Ereignis Tod wird kein Wissen und keine Erinnerung mehr sein – keine Persönlichkeit mehr sein. Was also wird geboren und was stirbt?

Es ist einfacher zu verstehen, dass die gesamte Manifestation seiner Natur nach ein Traum ist oder eine Fata Morgana, aber du deutest den Rest der Manifestation als Fata Morgana und lässt den Sehenden der Phänomene nicht los. Doch der Wahrnehmende ist auch Teil der Fata Morgana.

(frei nach Nisargadatta Maharaj)

Ichlos

Ist kein Ich
ist kein du
ist nicht mal Gott
ist Leben
ist Sein
ist nur
ist

Ich gehe den Camino del norte. Ich gehe für mich. Ich gehe für meine Familie. Ich gehe für die Ahnen. Ich gehe für die Mutter Erde. Ich gehe für dich. Ich gehe im Bewusstsein und Verehrung der einen Lebenskraft, die durch alles fließt. Möge ich aufrecht, kraftvoll und in Schönheit gehen. Möge ich in Frieden gehen. Ich gehe so, wie es für mich bestimmt ist. Om Namah ShivayaInschallahSub conditione Jacobaea.

Nota bene: Mit dem Ankommen in Santiago de Compostela war für die Menschen im Mittelalter die Erdenpilgerschaft beendet – das Ziel des Unterwegssein zu Gott ist erreicht. Es ist ein Ankommen in dem, was wir immer sind und nicht nicht sein können. Und somit führt dahin auch kein Weg… und doch: Gehen geschieht, Wege werden beschritten… die nächste Erfahrung, der nächste Schluck Kaffee. Leben!

Dahinfließen… mit der Freude, mit dem Schmerz… immer hier, immer jetzt, immer im Immer… mehr ist nicht zu tun, mehr wird nicht gebraucht.

Bildausschnitt aus “mare”, Dispensionsfarbe auf Holzfaserplatte

Soviele Worte darüber gelesen, gehört, gesprochen… müde darüber geworden und eingeschlafen. Heute am frühen morgen aus einem Alptraum erwacht… Wasserrohrbruch, alles in der Wohnung überflutet, kein Plan, Hilflosigkeit. Doch es ist ein Erwachen ohne einen Träumer.

Da ist Wahrnehmung, da sind Körperempfindungen und Zustände, die auftauchen und wieder verschwinden – doch kein Besitzer, kein Zentrum. Stille… Das ist also damit gemeint, dass sich nichts ändert nach dem Erwachen… alles kommt und geht weiterhin, doch es ist nicht persönlich. Nicht mal ein “Ich bin”… ES IST – vor dem ersten Wort… DAVOR!

Auf Liberationunleashed bin ich letzte Woche gestossen worden ;) Da lohnt sich möglicherweise ein Besuch, die Methode des Direct Pointings scheint mir eine sehr zielführende zu sein für ernsthaft Suchende… bin da jetzt selber am Anfang (allerdings nicht mit der Suche) und mal schau´n, welche Erfahrung oder welches Erkennen sich daraus ergibt… allein über das Bild mit der Katze zu meditieren ist schon echt der Hammer, whow!

Im Sog eines Schwarzen Lochs… was mir grad immer klarer erscheint: Das Leben als getrenntes, selbstbestimmtes Wesen ist alles andere als real und macht auch überhaupt keinen Sinn! Wer also bin ich? Da ist Gewahrsein, jetzt und hier bewusst zu sein. “Es gibt nichts außer Bewusstsein“, mit diesem Satz hat Ramesh Balsekar seine Lehre so schön in nur einem Satz zusammengefasst. Der Körper-Geist-Mechanismus ist manifest gewordenes Bewusstsein, ohne dessen sich das Bewusstsein nicht bewusst sein könnte.

Die Identifikation mit dem ´Objekt´ unserer Erscheinung ist das große Missverständnis – doch ebensowenig gibt es uns als von allen Objekten getrenntes ´Subjekt´. Das was wir sind, ist reine Subjektivität, nur eben nicht als Individuum. Das Erwachen aus dem großen Missverständnis ist eine Gnade, die weder durch Bemühungen erreicht werden kann, noch zeitgebunden ist – denn wer ist es denn, der Befreiung sucht? Wer bin ich vor jedem Gedanken? Das ist die wesentliche Frage.

Was also tun? Tun durch Nicht-Tun, totale Hingabe und Annahme an das was ist… das bedeutet absolut freies Handeln in der Erkenntnis nicht der Handelnde zu sein. Und ja, selbst das Ego akzeptieren. Nur die Quelle, die das Ego erschaffen hat, kann das Ego zerstören. Es gibt nur Gottes Wille. Es geschieht. Dazu noch ein Zitat von Nisargadatta Maharaj: “Befreiung heißt nur die Vorstellung loszuwerden, es gäbe jemanden, der befreit werden müsste.”

Dieser Darshan mit HO gehört derzeit zu meinen absoluten Lieblings-”Leerstunden”. Auch nach dem fünften Mal ansehen… viel Freude damit!

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Rebellion der Stille heißt das lesenswerte Blog von Arne Eckert. Mit seiner klaren und einfachen Sprache vermittelt Arne die Essenz von Stille und Erwachen auf eine sehr knackige Art und Weise.

Sehr inspirierend finde ich auch das Video-Interview auf dieser Seite:

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Jedes wollen und nicht wollen ist letztlich Widerstand gegen das, was jetzt hier ist. Jedes wollen und nicht wollen basiert auf Wertung und Erwartung des denkenden Verstands. Jedes wollen und nicht wollen ist gedankliche Autosuggestion und führt zur Besonderung des Ich, zur Stärkung des Ego und damit in die Trennung.


Wie geht Wasser mit Widerständen um?

Solange wir etwas wollen, kriegen wir immer wieder die Kehrseite geliefert. Alles was wir nicht wollen, bekommen wir auch immer wieder – solange, bis wir akzeptieren, dass wir es nicht wollen. Wenn Widerstand sich ausdrücken darf, wenn Widerstand sein darf, dann löst sich der Widerstand. Alles darf so sein wie es ist. Das ultimative Okay zu allen Okays und Nicht-Okays ist der Schlüssel zum Frieden mit der Soheit des Lebens.

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