Allgemein

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Im Sog eines Schwarzen Lochs… was mir grad immer klarer erscheint: Das Leben als getrenntes, selbstbestimmtes Wesen ist alles andere als real und macht auch überhaupt keinen Sinn! Wer also bin ich? Da ist Gewahrsein, jetzt und hier bewusst zu sein. “Es gibt nichts außer Bewusstsein“, mit diesem Satz hat Ramesh Balsekar seine Lehre so schön in nur einem Satz zusammengefasst. Der Körper-Geist-Mechanismus ist manifest gewordenes Bewusstsein, ohne dessen sich das Bewusstsein nicht bewusst sein könnte.

Die Identifikation mit dem ´Objekt´ unserer Erscheinung ist das große Missverständnis – doch ebensowenig gibt es uns als von allen Objekten getrenntes ´Subjekt´. Das was wir sind, ist reine Subjektivität, nur eben nicht als Individuum. Das Erwachen aus dem großen Missverständnis ist eine Gnade, die weder durch Bemühungen erreicht werden kann, noch zeitgebunden ist – denn wer ist es denn, der Befreiung sucht? Wer bin ich vor jedem Gedanken? Das ist die wesentliche Frage.

Was also tun? Tun durch Nicht-Tun, totale Hingabe und Annahme an das was ist… das bedeutet absolut freies Handeln in der Erkenntnis nicht der Handelnde zu sein. Und ja, selbst das Ego akzeptieren. Nur die Quelle, die das Ego erschaffen hat, kann das Ego zerstören. Es gibt nur Gottes Wille. Es geschieht. Dazu noch ein Zitat von Nisargadatta Maharaj: “Befreiung heißt nur die Vorstellung loszuwerden, es gäbe jemanden, der befreit werden müsste.”

Dieser Darshan mit HO gehört derzeit zu meinen absoluten Lieblings-”Leerstunden”. Auch nach dem fünften Mal ansehen… viel Freude damit!

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Rebellion der Stille heißt das lesenswerte Blog von Arne Eckert. Mit seiner klaren und einfachen Sprache vermittelt Arne die Essenz von Stille und Erwachen auf eine sehr knackige Art und Weise.

Sehr inspirierend finde ich auch das Video-Interview auf dieser Seite:

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Jedes wollen und nicht wollen ist letztlich Widerstand gegen das, was jetzt hier ist. Jedes wollen und nicht wollen basiert auf Wertung und Erwartung des denkenden Verstands. Jedes wollen und nicht wollen ist gedankliche Autosuggestion und führt zur Besonderung des Ich, zur Stärkung des Ego und damit in die Trennung.


Wie geht Wasser mit Widerständen um?

Solange wir etwas wollen, kriegen wir immer wieder die Kehrseite geliefert. Alles was wir nicht wollen, bekommen wir auch immer wieder – solange, bis wir akzeptieren, dass wir es nicht wollen. Wenn Widerstand sich ausdrücken darf, wenn Widerstand sein darf, dann löst sich der Widerstand. Alles darf so sein wie es ist. Das ultimative Okay zu allen Okays und Nicht-Okays ist der Schlüssel zum Frieden mit der Soheit des Lebens.

Das Sommer-Retreat mit HO war ein wunderbarer Augen-, Ohren- und Herzöffner für mich. Hier ein älteres Video von einem Darshan auf dem Rainbow-Spirit-Festival 2012. “Es gibt kein Entkommen von Darshan… Darshan ist immer… Sein ist immer… jetzt!” Danke, HO!

Worte sind Hinweisschilder. Beim Betrachten des Mondes taucht das Wort Mond in unserem Verstand auf. Doch das Wort Mond ist nicht der Mond. Betrachten wir den Mond eingehender -ohne ihn mit dem Verstand zu erfassen- tauchen wir tiefer in die Wirklichkeit ein. Worte versuchen Dinge zu beschreiben die nicht beschreibbar sind. Das Sein ist wortlos.

Worte helfen uns im alltäglichen Miteinander. Und Worte helfen uns der wortlosen Wahrheit näher zu kommen. Halten wir uns jedoch an Worten fest, entfernen wir uns von der Wahrheit. Dann stehen die Worte zwischen uns und des Gewahrseins dessen, was hier und jetzt ist. Die Erkenntnis der wahren Bedeutung nur eines Wortes lässt alle anderen Worte explodieren.

Worte sind nicht.

Der Nahost-Konflikt ist momentan omnipräsent in den Medien. Reihum gibt es Solidaritätsbekundungen für diese oder jene Seite der beteiligten Kriegsgegner. Schuldzuweisungen sind dabei obligatorisch. Und Schuld ist der Beton bei der Zementierung der Opfer- und Täterrollen. Der Konflikt scheint unlösbar. Und das ist er auch – zumindest so lange wir die Trennung zwischen Gut und Böse aufrecht erhalten.

Partei zu ergreifen ist einer Lösung des Konflikts absolut nicht dienlich. In Wahrheit sind beide Parteien zugleich Täter und Opfer. Mit der Tat wird der Täter immer auch zum Opfer. Alles, was wir anderen antun ist nichts als eine Form der Selbstbestrafung. Täter wie Opfer verdienen unser Mitgefühl, denn sie sind in Wahrheit eins.

Die eigentliche Frage ist doch: Wo liegt die tiefe Ursache des Nahost-Konflikts? Jeder Konflikt basiert auf Trennung, Angst, Verurteilung und Schuld. Am Anfang erheben wir uns über andere oder stellen uns unter andere. Das ist die einfache Wahrheit und die Ursache hinter der Gewalt. Niemand ist auserwählt, niemand ist etwas Besonderes. Niemand verdient es, Schmerz und Leid zu erfahren. Und niemand ist Schuld. Wir sind alle Brüder und Schwestern, die Verletzungen mit uns herumtragen. Unter diesen Wunden sind wir allesamt göttlich und heil. Tatsächlich haben wir nur vergessen, dass wir Brüder und Schwestern sind.

Der Nahost-Konflikt ist auch ein gutes Beispiel dafür, dass die Zeit keine Wunden heilt. Diese Kraft besitzt nur die Vergebung. Sie ist das Wundermittel, dass zur Verbindung führt. Vergebung lässt das Eis in unseren Herzen schmelzen. Vergebung bereitet der bedingungslosen Liebe den Weg. Erst wenn wir jede und jeden unserer Schwestern und Brüder annehmen, wie sie sind, kann die Schuld, die Angst, alle Urteile und der Wunsch nach Vergeltung losgelassen und transformiert werden. Dann wird ein neues Zeitalter beginnen. Es ist das Zeitalter eines neuen Bewusstseins: Des Bewusstseins der Verbindung, des Eins-Seins, der Liebe, der Freude und des Friedens. Die Würde aller wäre tatsächlich unantastbar, und das nicht nur auf dem Papier. Kannst du dir eine solche Welt vorstellen?

Die folgenden Zeilen habe ich an mich geschrieben. Ich mache sie öffentlich, um dieser Selbstverpflichtung Nachdruck und Nachhaltigkeit zu verleihen. Seit drei Tagen sitze ich mit einem grippalen Infekt zu Hause und spüre, dass es an der Zeit ist, mich dem Wandel zu verpflichten. Die Lektüre eines Buches über die Rückkehr des Heiligen Feuers nach Grönland gab mir dazu den entscheidenden Impuls. Möge das Heilige Feuer auch das Eis in meinem Herzen zum Schmelzen bringen.

Meditiere darüber, dass alle Lebewesen von einem Urorganismus abstammen. Meditiere darüber, dass du mit allen Menschen verwandt bist. Meditiere über deine Ahnen. Meditiere darüber, welche Bedingungen erforderlich waren und sind, dass du jetzt hier bist. Meditiere über die schmelzenden Polkappen. Siehe das Schmelzwasser als Tränen der Mutter Erde. Lass das Eis in deinem Herzen schmelzen. Dafür gibt es keine andere Zeit als das Jetzt. Jetzt ist die Zeit, dich, uns und die Mutter Erde zu heilen.

Werde bewusst. Immer noch ein Stückchen bewusster. Siehe das als die Übung deines Lebens an. Vergiss dabei nie, gnädig mit dir und allen anderen zu sein. Vergiss dabei nie, dankbar zu sein. Tue alles aus Liebe, dann tust du die richtigen Dinge für dich und Mutter Erde. Diene dem Allgemeinwohl. Liebe dich selbst wie deinen Nächsten. Verzichte auf Angriff und Verteidigung und vertraue auf das einfach Da-Sein. Verbinde dich mit der Natur, dann bist du mit dir verbunden. Alles ist beseelt, alles lebt und ist miteinander verwoben.

Nehme die Anwesenheit des Todes genauso wahr wie deine Lebendigkeit. Sehe den Tod als deinen Freund. Ohne die Existenz des Todes wärst du nicht hier. Lass dich von der immerwährenden Präsenz des Todes in dein immerwährendes Leben führen. Meditiere über deinen körperlichen Tod – Woher kommst du, wohin gehst du?

Bevor du etwas tust oder kaufst, nimm dir die Zeit zu überlegen, ob dein Tun oder dein Kauf dem Wohl des Ganzen dienlich ist. Versuche stets die Zusammenhänge und Auswirkungen deiner Handlungen oder deiner Käufe zu erfassen. Nehme jegliche Nahrung bewusst in dich auf. Achte darauf, ob dir die Nahrung und deren Menge gut tut, die du zu dir nimmst. Je bewusster du lebst und konsumierst, desto mehr setzt du deine Macht zum Wohl des Ganzen ein. Wenn du etwas nimmst, dann gebe. Sehe das Geben und Nehmen als wichtigen Teil deiner fließenden Natur.

Egal vor welcher Aufgabe, Herausforderung oder Prüfung du stehst – du hast immer die Wahl, dich für das Licht zu entscheiden. Sei dir der großen Macht deiner Gedanken und deines Geistes bewusst. Befreie dich von jeglicher Negativität und nutze deinen Geist: für deine Heilung und die Heilung aller Dinge, die du berührst. Besinne dich der Wunder und der Schönheiten um dich herum und sehe stets das Allerbeste in dir und allen Wesen. Sei ein Mit-Schöpfer für ein neues Zeitalter des Friedens und der Harmonie. Singe, lache, tanze, spiele – täglich oder öfter. Sei göttlich. Sei aufrecht und kraftvoll. Erinnere dich und alle anderen an den eigentlichen Daseinsgrund: die Liebe.

Stacheln

Über dieses Bild habe ich eine Zeit lang meditiert. Stacheln schützen, können aber ebenso verletzen, wenn der gebührende Abstand nicht eingehalten wird. Eine Edelkastanie schützt ihre Samen und damit ihr Erbgut mit Stacheln. Wie schütze ich mich? Was sind meine Stacheln, um Angriffe abzuwehren?

Reicht es aus, selber keine Angriffsgedanken zu hegen oder frei von jeglicher Opferhaltung zu sein? Sicher werden viele Angriffe dadurch provoziert. Dennoch glaube ich an die Notwendigkeit eines Abwehrschirms zur Einhaltung der inneren und äußeren Grenzen. Ich arbeite da mit einer Art mentalem Schutzschild, bestehend aus gedachten und gefühlten Stacheln. Und der ist für einen Angriff definitiv nicht zu gebrauchen. Manchmal stelle ich mir vor, das ich eine Rose bin, die ihre Schönheit mit Stacheln schützt und Angreifer damit auf Abstand hält. Die Verbindung mit meiner Schönheit, meinem Duft und meiner Seele jedoch, die steht allen offen, die sich achtsam und wohlwollend nähern.

Unlängst las ich in einem Buch, dass solche mentalen Schutzschilder auch um Wohnungen, Gebäude oder gar komplette Ortschaften errichtet werden können. Bei einem größeren Objekt wird allerdings auch ein Kollektiv von Erbauern für einen funktionierenden Schutzschild benötigt. Ob das nun möglich ist oder nicht sei dahingestellt – auf jeden Fall versuche ich mich nicht darin einzuschränken an die unendliche, schöpferische Kraft des Geistes zu glauben. Und diese Kraft kann bekanntlich Berge versetzen, wie uns Jesus von Nazaret in Überlieferungen versichert.

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