Allgemein

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Dahinfließen… mit der Freude, mit dem Schmerz… immer hier, immer jetzt, immer im Immer… mehr ist nicht zu tun, mehr wird nicht gebraucht.

Bildausschnitt aus “mare”, Dispensionsfarbe auf Holzfaserplatte

Soviele Worte darüber gelesen, gehört, gesprochen… müde darüber geworden und eingeschlafen. Heute am frühen morgen aus einem Alptraum erwacht… Wasserrohrbruch, alles in der Wohnung überflutet, kein Plan, Hilflosigkeit. Doch es ist ein Erwachen ohne einen Träumer.

Da ist Wahrnehmung, da sind Körperempfindungen und Zustände, die auftauchen und wieder verschwinden – doch kein Besitzer, kein Zentrum. Stille… Das ist also damit gemeint, dass sich nichts ändert nach dem Erwachen… alles kommt und geht weiterhin, doch es ist nicht persönlich. Nicht mal ein “Ich bin”… ES IST – vor dem ersten Wort… DAVOR!

Auf Liberationunleashed bin ich letzte Woche gestossen worden ;) Da lohnt sich möglicherweise ein Besuch, die Methode des Direct Pointings scheint mir eine sehr zielführende zu sein für ernsthaft Suchende… bin da jetzt selber am Anfang (allerdings nicht mit der Suche) und mal schau´n, welche Erfahrung oder welches Erkennen sich daraus ergibt… allein über das Bild mit der Katze zu meditieren ist schon echt der Hammer, whow!

Im Sog eines Schwarzen Lochs… was mir grad immer klarer erscheint: Das Leben als getrenntes, selbstbestimmtes Wesen ist alles andere als real und macht auch überhaupt keinen Sinn! Wer also bin ich? Da ist Gewahrsein, jetzt und hier bewusst zu sein. “Es gibt nichts außer Bewusstsein“, mit diesem Satz hat Ramesh Balsekar seine Lehre so schön in nur einem Satz zusammengefasst. Der Körper-Geist-Mechanismus ist manifest gewordenes Bewusstsein, ohne dessen sich das Bewusstsein nicht bewusst sein könnte.

Die Identifikation mit dem ´Objekt´ unserer Erscheinung ist das große Missverständnis – doch ebensowenig gibt es uns als von allen Objekten getrenntes ´Subjekt´. Das was wir sind, ist reine Subjektivität, nur eben nicht als Individuum. Das Erwachen aus dem großen Missverständnis ist eine Gnade, die weder durch Bemühungen erreicht werden kann, noch zeitgebunden ist – denn wer ist es denn, der Befreiung sucht? Wer bin ich vor jedem Gedanken? Das ist die wesentliche Frage.

Was also tun? Tun durch Nicht-Tun, totale Hingabe und Annahme an das was ist… das bedeutet absolut freies Handeln in der Erkenntnis nicht der Handelnde zu sein. Und ja, selbst das Ego akzeptieren. Nur die Quelle, die das Ego erschaffen hat, kann das Ego zerstören. Es gibt nur Gottes Wille. Es geschieht. Dazu noch ein Zitat von Nisargadatta Maharaj: “Befreiung heißt nur die Vorstellung loszuwerden, es gäbe jemanden, der befreit werden müsste.”

Dieser Darshan mit HO gehört derzeit zu meinen absoluten Lieblings-”Leerstunden”. Auch nach dem fünften Mal ansehen… viel Freude damit!

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Rebellion der Stille heißt das lesenswerte Blog von Arne Eckert. Mit seiner klaren und einfachen Sprache vermittelt Arne die Essenz von Stille und Erwachen auf eine sehr knackige Art und Weise.

Sehr inspirierend finde ich auch das Video-Interview auf dieser Seite:

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Jedes wollen und nicht wollen ist letztlich Widerstand gegen das, was jetzt hier ist. Jedes wollen und nicht wollen basiert auf Wertung und Erwartung des denkenden Verstands. Jedes wollen und nicht wollen ist gedankliche Autosuggestion und führt zur Besonderung des Ich, zur Stärkung des Ego und damit in die Trennung.


Wie geht Wasser mit Widerständen um?

Solange wir etwas wollen, kriegen wir immer wieder die Kehrseite geliefert. Alles was wir nicht wollen, bekommen wir auch immer wieder – solange, bis wir akzeptieren, dass wir es nicht wollen. Wenn Widerstand sich ausdrücken darf, wenn Widerstand sein darf, dann löst sich der Widerstand. Alles darf so sein wie es ist. Das ultimative Okay zu allen Okays und Nicht-Okays ist der Schlüssel zum Frieden mit der Soheit des Lebens.

Das Sommer-Retreat mit HO war ein wunderbarer Augen-, Ohren- und Herzöffner für mich. Hier ein älteres Video von einem Darshan auf dem Rainbow-Spirit-Festival 2012. “Es gibt kein Entkommen von Darshan… Darshan ist immer… Sein ist immer… jetzt!” Danke, HO!

Worte sind Hinweisschilder. Beim Betrachten des Mondes taucht das Wort Mond in unserem Verstand auf. Doch das Wort Mond ist nicht der Mond. Betrachten wir den Mond eingehender -ohne ihn mit dem Verstand zu erfassen- tauchen wir tiefer in die Wirklichkeit ein. Worte versuchen Dinge zu beschreiben die nicht beschreibbar sind. Das Sein ist wortlos.

Worte helfen uns im alltäglichen Miteinander. Und Worte helfen uns der wortlosen Wahrheit näher zu kommen. Halten wir uns jedoch an Worten fest, entfernen wir uns von der Wahrheit. Dann stehen die Worte zwischen uns und des Gewahrseins dessen, was hier und jetzt ist. Die Erkenntnis der wahren Bedeutung nur eines Wortes lässt alle anderen Worte explodieren.

Worte sind nicht.

Der Nahost-Konflikt ist momentan omnipräsent in den Medien. Reihum gibt es Solidaritätsbekundungen für diese oder jene Seite der beteiligten Kriegsgegner. Schuldzuweisungen sind dabei obligatorisch. Und Schuld ist der Beton bei der Zementierung der Opfer- und Täterrollen. Der Konflikt scheint unlösbar. Und das ist er auch – zumindest so lange wir die Trennung zwischen Gut und Böse aufrecht erhalten.

Partei zu ergreifen ist einer Lösung des Konflikts absolut nicht dienlich. In Wahrheit sind beide Parteien zugleich Täter und Opfer. Mit der Tat wird der Täter immer auch zum Opfer. Alles, was wir anderen antun ist nichts als eine Form der Selbstbestrafung. Täter wie Opfer verdienen unser Mitgefühl, denn sie sind in Wahrheit eins.

Die eigentliche Frage ist doch: Wo liegt die tiefe Ursache des Nahost-Konflikts? Jeder Konflikt basiert auf Trennung, Angst, Verurteilung und Schuld. Am Anfang erheben wir uns über andere oder stellen uns unter andere. Das ist die einfache Wahrheit und die Ursache hinter der Gewalt. Niemand ist auserwählt, niemand ist etwas Besonderes. Niemand verdient es, Schmerz und Leid zu erfahren. Und niemand ist Schuld. Wir sind alle Brüder und Schwestern, die Verletzungen mit uns herumtragen. Unter diesen Wunden sind wir allesamt göttlich und heil. Tatsächlich haben wir nur vergessen, dass wir Brüder und Schwestern sind.

Der Nahost-Konflikt ist auch ein gutes Beispiel dafür, dass die Zeit keine Wunden heilt. Diese Kraft besitzt nur die Vergebung. Sie ist das Wundermittel, dass zur Verbindung führt. Vergebung lässt das Eis in unseren Herzen schmelzen. Vergebung bereitet der bedingungslosen Liebe den Weg. Erst wenn wir jede und jeden unserer Schwestern und Brüder annehmen, wie sie sind, kann die Schuld, die Angst, alle Urteile und der Wunsch nach Vergeltung losgelassen und transformiert werden. Dann wird ein neues Zeitalter beginnen. Es ist das Zeitalter eines neuen Bewusstseins: Des Bewusstseins der Verbindung, des Eins-Seins, der Liebe, der Freude und des Friedens. Die Würde aller wäre tatsächlich unantastbar, und das nicht nur auf dem Papier. Kannst du dir eine solche Welt vorstellen?

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