Allgemein

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Worte sind Hinweisschilder. Beim Betrachten des Mondes taucht das Wort Mond in unserem Verstand auf. Doch das Wort Mond ist nicht der Mond. Betrachten wir den Mond eingehender -ohne ihn mit dem Verstand zu erfassen- tauchen wir tiefer in die Wirklichkeit ein. Worte versuchen Dinge zu beschreiben die nicht beschreibbar sind. Das Sein ist wortlos.

Worte helfen uns im alltäglichen Miteinander. Und Worte helfen uns der wortlosen Wahrheit näher zu kommen. Halten wir uns jedoch an Worten fest, entfernen wir uns von der Wahrheit. Dann stehen die Worte zwischen uns und des Gewahrseins dessen, was hier und jetzt ist. Die Erkenntnis der wahren Bedeutung nur eines Wortes lässt alle anderen Worte explodieren.

Worte sind nicht.

Der Nahost-Konflikt ist momentan omnipräsent in den Medien. Reihum gibt es Solidaritätsbekundungen für diese oder jene Seite der beteiligten Kriegsgegner. Schuldzuweisungen sind dabei obligatorisch. Und Schuld ist der Beton bei der Zementierung der Opfer- und Täterrollen. Der Konflikt scheint unlösbar. Und das ist er auch – zumindest so lange wir die Trennung zwischen Gut und Böse aufrecht erhalten.

Partei zu ergreifen ist einer Lösung des Konflikts absolut nicht dienlich. In Wahrheit sind beide Parteien zugleich Täter und Opfer. Mit der Tat wird der Täter immer auch zum Opfer. Alles, was wir anderen antun ist nichts als eine Form der Selbstbestrafung. Täter wie Opfer verdienen unser Mitgefühl, denn sie sind in Wahrheit eins.

Die eigentliche Frage ist doch: Wo liegt die tiefe Ursache des Nahost-Konflikts? Jeder Konflikt basiert auf Trennung, Angst, Verurteilung und Schuld. Am Anfang erheben wir uns über andere oder stellen uns unter andere. Das ist die einfache Wahrheit und die Ursache hinter der Gewalt. Niemand ist auserwählt, niemand ist etwas Besonderes. Niemand verdient es, Schmerz und Leid zu erfahren. Und niemand ist Schuld. Wir sind alle Brüder und Schwestern, die Verletzungen mit uns herumtragen. Unter diesen Wunden sind wir allesamt göttlich und heil. Tatsächlich haben wir nur vergessen, dass wir Brüder und Schwestern sind.

Der Nahost-Konflikt ist auch ein gutes Beispiel dafür, dass die Zeit keine Wunden heilt. Diese Kraft besitzt nur die Vergebung. Sie ist das Wundermittel, dass zur Verbindung führt. Vergebung lässt das Eis in unseren Herzen schmelzen. Vergebung bereitet der bedingungslosen Liebe den Weg. Erst wenn wir jede und jeden unserer Schwestern und Brüder annehmen, wie sie sind, kann die Schuld, die Angst, alle Urteile und der Wunsch nach Vergeltung losgelassen und transformiert werden. Dann wird ein neues Zeitalter beginnen. Es ist das Zeitalter eines neuen Bewusstseins: Des Bewusstseins der Verbindung, des Eins-Seins, der Liebe, der Freude und des Friedens. Die Würde aller wäre tatsächlich unantastbar, und das nicht nur auf dem Papier. Kannst du dir eine solche Welt vorstellen?

Die folgenden Zeilen habe ich an mich geschrieben. Ich mache sie öffentlich, um dieser Selbstverpflichtung Nachdruck und Nachhaltigkeit zu verleihen. Seit drei Tagen sitze ich mit einem grippalen Infekt zu Hause und spüre, dass es an der Zeit ist, mich dem Wandel zu verpflichten. Die Lektüre eines Buches über die Rückkehr des Heiligen Feuers nach Grönland gab mir dazu den entscheidenden Impuls. Möge das Heilige Feuer auch das Eis in meinem Herzen zum Schmelzen bringen.

Meditiere darüber, dass alle Lebewesen von einem Urorganismus abstammen. Meditiere darüber, dass du mit allen Menschen verwandt bist. Meditiere über deine Ahnen. Meditiere darüber, welche Bedingungen erforderlich waren und sind, dass du jetzt hier bist. Meditiere über die schmelzenden Polkappen. Siehe das Schmelzwasser als Tränen der Mutter Erde. Lass das Eis in deinem Herzen schmelzen. Dafür gibt es keine andere Zeit als das Jetzt. Jetzt ist die Zeit, dich, uns und die Mutter Erde zu heilen.

Werde bewusst. Immer noch ein Stückchen bewusster. Siehe das als die Übung deines Lebens an. Vergiss dabei nie, gnädig mit dir und allen anderen zu sein. Vergiss dabei nie, dankbar zu sein. Tue alles aus Liebe, dann tust du die richtigen Dinge für dich und Mutter Erde. Diene dem Allgemeinwohl. Liebe dich selbst wie deinen Nächsten. Verzichte auf Angriff und Verteidigung und vertraue auf das einfach Da-Sein. Verbinde dich mit der Natur, dann bist du mit dir verbunden. Alles ist beseelt, alles lebt und ist miteinander verwoben.

Nehme die Anwesenheit des Todes genauso wahr wie deine Lebendigkeit. Sehe den Tod als deinen Freund. Ohne die Existenz des Todes wärst du nicht hier. Lass dich von der immerwährenden Präsenz des Todes in dein immerwährendes Leben führen. Meditiere über deinen körperlichen Tod – Woher kommst du, wohin gehst du?

Bevor du etwas tust oder kaufst, nimm dir die Zeit zu überlegen, ob dein Tun oder dein Kauf dem Wohl des Ganzen dienlich ist. Versuche stets die Zusammenhänge und Auswirkungen deiner Handlungen oder deiner Käufe zu erfassen. Nehme jegliche Nahrung bewusst in dich auf. Achte darauf, ob dir die Nahrung und deren Menge gut tut, die du zu dir nimmst. Je bewusster du lebst und konsumierst, desto mehr setzt du deine Macht zum Wohl des Ganzen ein. Wenn du etwas nimmst, dann gebe. Sehe das Geben und Nehmen als wichtigen Teil deiner fließenden Natur.

Egal vor welcher Aufgabe, Herausforderung oder Prüfung du stehst – du hast immer die Wahl, dich für das Licht zu entscheiden. Sei dir der großen Macht deiner Gedanken und deines Geistes bewusst. Befreie dich von jeglicher Negativität und nutze deinen Geist: für deine Heilung und die Heilung aller Dinge, die du berührst. Besinne dich der Wunder und der Schönheiten um dich herum und sehe stets das Allerbeste in dir und allen Wesen. Sei ein Mit-Schöpfer für ein neues Zeitalter des Friedens und der Harmonie. Singe, lache, tanze, spiele – täglich oder öfter. Sei göttlich. Sei aufrecht und kraftvoll. Erinnere dich und alle anderen an den eigentlichen Daseinsgrund: die Liebe.

Das globale Wirtschaftssystem ächzt, knarzt und wankt… dass es auch bald zusammenkrachen könnte steht für immer mehr Menschen außerfrage. Dabei ist es vollkommen unerheblich, wie sich die Griechen bei einem Referendum entscheiden werden. Ein “Ja” zur Fortführung der jetzigen Politik würde wohl den Zusammenbruch der Festung Europa nur ein Weilchen hinauszögern. Ich möchte hier aber jetzt keine Dämonen füttern, sondern mich bewusst auf einer konstruktiven Ebene bewegen.

Wir leben in einer Zeit des beschleunigten Wandels. Althergebrachte Systeme brechen zusammen, weil sie schlicht keine Lösungen mehr bieten, die uns als Kollektiv gesund ernähren und evolutionär wachsen lassen. Im Gegenteil, wir versuchen uns dank Gentechnologie die Evolution mit Gewalt zum Untertan zu machen. Und das wiederum beschleunigt nur die fatalen Prozesse, die das erdweite Ökosystem in dramatischem Ausmaß zerstört. Die Fragen, die mich hierzu beschäftigen sind: Wie bereiten wir uns auf die Zeit des beschleunigten Wandels vor? Und welche neuen Strukturen und Lösungen benötigt ein sozial gerechtes Kollektiv in gesunder Symbiose mit der Umwelt?

Vielleicht ist ein flüchtiger Rundblick über die derzeitigen Aktivitäten aufschlussreich: Systemgläubige und Dauerverdränger bereiten sich gar nicht vor. Skeptiker mit ausreichendem Grundkapital decken sich mit Edelmetal ein. Geringverdienende Skeptiker kaufen sich ein Buch über essbare Wildpflanzen oder beschäftigen sich intensiver mit Lichtnahrung. Ängstliche Zeitgenossen ersetzen den Rettungsschirm durch den Selbstverteidigungsschirm. Utopisten beschäftigen sich derweil mit Terraforming. Im Kino können wir den Inka-Sonnenpriester auf einer Pilgerreise für die Heilung des Herzens der Erde begleiten. Aktivisten dagegen sammeln sich in Bewegungen wie Echte Demokratie und Bedingungsloses Grundeinkommen oder entwerfen gar schon mal das Neue Geld.

Manches von den oben aufgeführten Lösungen liegt mir dabei äußerst fern, anderes wiederum sehr nah. Auffällig scheint jedenfalls, dass sich tatsächlich viele Menschen auf ein neues Zeitalter vorbereiten. Menschen in Gesellschaft, Wirtschaft, Politik, Kirche und Esoterik beschäftigen sich mit neuen Visionen und Lösungsansätzen. Für die Zeit des beschleunigten Wandels scheint mir allerdings wesentlich, ob das Kollektiv den Bewusstseinssprung vom “Ich” ins “Wir” vollzieht. Denn wir sind nicht nur eine Insel – wir sind auch das Meer, das die Inseln umschließt. So sehe ich das Weiten der Herzen als die wichtigste Vorbereitung für die kommenden Zeiten an, wie auch immer diese aussehen.

Mit folgendem Gebet beschließe ich gerne meine Metta-Übungen:

Ich rufe den Himmel an und bitte für alle leidenden Wesen um Heilung und Liebe, um Licht, Freude und Frieden. Ich rufe den Himmel an und bitte um einen neuen Bewusstseinssprung für die Menschheit. Ich bitte für die Menschheit um ein Bewusstsein der Verbindung und des Eins-seins, für ein Bewusstsein der Liebe und des Friedens. Ich rufe den Himmel an und bitte um Heilung für Mutter Erde.

Seit ich vor sechs Wochen meine kleine Stadtwohnung bezogen habe, kaufe ich jede Woche frische Schnittblumen, verteile sie in drei Vasen und stelle diese wiederum in drei verschiedenen Zimmern auf. Nun beobachte ich zum wiederholten Male, dass die Blumen auf meinem sehr multireligiösen Altar ein bis zwei Tage länger blühen und auch das Wasser in der Vase klar bleibt.

Bekommen diese Blumen mehr Aufmerksamkeit? Wirken da belebende Energien, die durch Kontemplation, Gebet und Andacht diesen Raum aufladen? Oder ist es ganz banal der Einfluss der Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit (die gefühlt in allen drei Räumen gleich ist)? Auf jeden Fall ist es ein schönes Phänomen, das gerade durch die Unerklärbarkeit seinen Zauber erhält.

Stacheln

Über dieses Bild habe ich eine Zeit lang meditiert. Stacheln schützen, können aber ebenso verletzen, wenn der gebührende Abstand nicht eingehalten wird. Eine Edelkastanie schützt ihre Samen und damit ihr Erbgut mit Stacheln. Wie schütze ich mich? Was sind meine Stacheln, um Angriffe abzuwehren?

Reicht es aus, selber keine Angriffsgedanken zu hegen oder frei von jeglicher Opferhaltung zu sein? Sicher werden viele Angriffe dadurch provoziert. Dennoch glaube ich an die Notwendigkeit eines Abwehrschirms zur Einhaltung der inneren und äußeren Grenzen. Ich arbeite da mit einer Art mentalem Schutzschild, bestehend aus gedachten und gefühlten Stacheln. Und der ist für einen Angriff definitiv nicht zu gebrauchen. Manchmal stelle ich mir vor, das ich eine Rose bin, die ihre Schönheit mit Stacheln schützt und Angreifer damit auf Abstand hält. Die Verbindung mit meiner Schönheit, meinem Duft und meiner Seele jedoch, die steht allen offen, die sich achtsam und wohlwollend nähern.

Unlängst las ich in einem Buch, dass solche mentalen Schutzschilder auch um Wohnungen, Gebäude oder gar komplette Ortschaften errichtet werden können. Bei einem größeren Objekt wird allerdings auch ein Kollektiv von Erbauern für einen funktionierenden Schutzschild benötigt. Ob das nun möglich ist oder nicht sei dahingestellt – auf jeden Fall versuche ich mich nicht darin einzuschränken an die unendliche, schöpferische Kraft des Geistes zu glauben. Und diese Kraft kann bekanntlich Berge versetzen, wie uns Jesus von Nazaret in Überlieferungen versichert.

Nachdem ich auf den Blog von Giannina aufmerksam wurde und ich die ersten Zeilen im Klanggebet las, war die Entscheidung sofort gefallen, meine Blogroll zu erweitern. Gianninas Texte, Lyrik und Songs wirken auf mich berührend und klar. Da ist ein erfrischend freier Geist spürbar, eine Spiritualität auf eigenen Füßen. Eine schöne, bereichernde Entdeckung, schaut´s und hört´s euch mal an. Danke an Thea und Giannina!

Diese Zeilen schreibe ich nach langer Stille auf dieser Seite und an einem neuen Platz: Vom Bauernhof auf dem Land zog es mich in die Stadt. Es war dran und es ist gut so. Die letzten Wochen waren allerdings wahrlich keine einfachen und jetzt merke ich, dass für mich ein Tor zu durchschreiten ist – es fühlt sich ein bisserl so an, wie ein Schritt in eine neue Dimension. Die Schlüssel zu diesem Tor heißen Loslassen, Mut und Selbstliebe. Ich war nicht immer gut zu mir in diesen Wochen und obwohl mir das bewusst war, konnte ich diese Dynamik nicht stoppen. Das tat dann mein Körper mit seinen Mitteln: einer Krankheit.

So liegt mein Fokus nun darauf, mir dieses Muster anzusehen und liebevoll und achtsam mit mir zu sein, ja, immer mehr die Liebe selbst zu sein, aus dem klaren Bewusstsein heraus, dass wir alle aus Liebe sind. Und die Quelle der Liebe sprudelt zugleich in uns und aus der Mutternatur Gottes und ist unerschöpflich. Es ist unmöglich, zuviel Liebe zu geben. Es geht nur darum, sie ungehindert und frei fließen zu lassen. Der Fluss dieser Liebe führt für mich zur Verbindung mit allen Menschen und der Schöpfung; und dazu erlebe ich gerade wieder stark, dass meine Heilung mit der Heilung anderer untrennbar verbunden scheint.

Form und Inhalt dieser Seiten werden sich sicher weiter mit mir wandeln. Über dem “wann” schwebt noch ein Fragezeichen. So wünsche ich euch ein immer offenes Herz und mit Liebe und Frieden gesegnete Tage.

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