Hier ist nicht die Rede von akustischer Stille, sondern von Stille als Bewusstheitszustand, als reinem Gewahrsein dessen was ist. In dieser Stille ist tiefer Frieden und eine unbeschreibliche Weite. Hier ist Eins-Sein. Diese Stille ist die Sprache des Göttlichen. Diese Stille ist und bleibt der wahre Guru oder Lehrer.
Die Identifikation mit unserem Verstand und der unaufhörliche Gedankenstrom dagegen sind wie ein stark bewölkter Himmel. Er steht zwischen uns und der ungetrübten Wahrnehmung einer unendlichen Weite.

Ein Weg, um den Himmel zu klären führt über die Wahrnehmung dessen, was jetzt da ist. Das können Gefühle, der Atem, körperliche Empfindungen oder Schmerzen sein. Wenn wir sie willkommen heißen, liebevoll und sanft beobachten und fühlen… ohne uns Gedanken darüber zu machen… ohne eine Geschichte damit zu verknüpfen… dann reißt die Wolkendecke auf und die ersten Sonnenstrahlen tragen Wärme ins Herz, das wahre Sein schimmert hindurch… wir kommen nach Hause.
In die Stille führen uns weder Sollen noch Wollen. Keine Anstrengung, keine Kontrolle, kein Suchen, kein Versuchen und keine Erwartungen. Nur einfaches Schauen, was gerade hier ist. Die Hingabe an genau das. Die Bereitschaft, alles zu fühlen. Die Bereitschaft, darin zu sterben.
Mit etwas Praxis verstummt der Verstand immer mehr und das Wunder des reinen Seins wird gewahr. Dieses Gewahrsein ist mit Worten nicht zu beschreiben. Es ist.








