Du bist die Sonne,
verkleidet.
Du bist Gott
und versteckst dich
vor dir selbst.
Entferne jedes “mein!”,
entferne den Schleier.

Wozu sich sorgen?

Höre, was dein Freund Hāfiz
ganz sicher weiß:

Die Erscheinung dieser Welt
ist ein brillanter Zaubertrick,
denn ihre Geschäfte gehen
vom Nichts zum Nichts.

Du bist ein göttlicher Elefant
mit Amnesie, der versucht,
in einem Ameisenhaufen zu leben.
Mein Liebster, oh, meine Liebste
Du bist Gott, verkleidet!

Hāfiz

Der Wind
weht nur für dich
um deine Haut zu streicheln.
Der Vogel
singt nur für dich
um deinen Geist zu erheben.
Die Blume
blüht nur für dich
um deine Schönheit zu spiegeln.

Das Wasser
fließt nur für dich
um deinen Körper zu reinigen.
Der Weizen
wächst nur für dich
um dein Fleisch zu nähren.
Die Sonne
scheint nur für dich
um deine Seele zu erleuchten.

Es ist unsere Wahl.

Liebe oder Angst.
Frieden oder Konflikt.
Freiheit oder Abhängigkeit.
Verbindung oder Trennung.
Vergebung oder Schuld.
Freude oder Leiden.
Leben oder Tod.

Es ist unsere Wahl. Unser Denken, unser Fühlen, unser Träumen, unser So-Sein erschafft unsere Welt, unsere Wirklichkeit. Das, was uns begegnet, haben wir erschaffen. Es sind unsere Schatten, es ist unser Licht. Es ist unsere Projektion, unsere Schöpfung. Wahlfreiheit erhalten wir allerdings erst durch bewusstes Sein, wenn wir uns darüber bewusst sind, wie und was wir denken, fühlen und träumen. Denn nur dann können wir unser Denken, Fühlen und Träumen ändern und damit zum bewussten Schöpfer unserer Wirklichkeit werden.

Zugleich sind wir immer Teil mehrerer Kollektive. Ein Teil des Kollektivs Familie, Firma, Dorf, Glaubensgemeinschaft, Wirtschaftssystem, Land, Geschlecht, Mensch… Das, was dem Kollektiv begegnet, hat das Kollektiv erschaffen. Als Teil des Kollektivs verändert jede unserer Entscheidungen auch die Wirklichkeit des Kollektivs. Es ist unsere Wahl.

Abendflug

Die folgenden Zeilen habe ich an mich geschrieben. Ich mache sie öffentlich, um dieser Selbstverpflichtung Nachdruck und Nachhaltigkeit zu verleihen. Seit drei Tagen sitze ich mit einem grippalen Infekt zu Hause und spüre, dass es an der Zeit ist, mich dem Wandel zu verpflichten. Die Lektüre eines Buches über die Rückkehr des Heiligen Feuers nach Grönland gab mir dazu den entscheidenden Impuls. Möge das Heilige Feuer auch das Eis in meinem Herzen zum Schmelzen bringen.

Meditiere darüber, dass alle Lebewesen von einem Urorganismus abstammen. Meditiere darüber, dass du mit allen Menschen verwandt bist. Meditiere über deine Ahnen. Meditiere darüber, welche Bedingungen erforderlich waren und sind, dass du jetzt hier bist. Meditiere über die schmelzenden Polkappen. Siehe das Schmelzwasser als Tränen der Mutter Erde. Lass das Eis in deinem Herzen schmelzen. Dafür gibt es keine andere Zeit als das Jetzt. Jetzt ist die Zeit, dich, uns und die Mutter Erde zu heilen.

Werde bewusst. Immer noch ein Stückchen bewusster. Siehe das als die Übung deines Lebens an. Vergiss dabei nie, gnädig mit dir und allen anderen zu sein. Vergiss dabei nie, dankbar zu sein. Tue alles aus Liebe, dann tust du die richtigen Dinge für dich und Mutter Erde. Diene dem Allgemeinwohl. Liebe dich selbst wie deinen Nächsten. Verzichte auf Angriff und Verteidigung und vertraue auf das einfach Da-Sein. Verbinde dich mit der Natur, dann bist du mit dir verbunden. Alles ist beseelt, alles lebt und ist miteinander verwoben.

Nehme die Anwesenheit des Todes genauso wahr wie deine Lebendigkeit. Sehe den Tod als deinen Freund. Ohne die Existenz des Todes wärst du nicht hier. Lass dich von der immerwährenden Präsenz des Todes in dein immerwährendes Leben führen. Meditiere über deinen körperlichen Tod – Woher kommst du, wohin gehst du?

Bevor du etwas tust oder kaufst, nimm dir die Zeit zu überlegen, ob dein Tun oder dein Kauf dem Wohl des Ganzen dienlich ist. Versuche stets die Zusammenhänge und Auswirkungen deiner Handlungen oder deiner Käufe zu erfassen. Nehme jegliche Nahrung bewusst in dich auf. Achte darauf, ob dir die Nahrung und deren Menge gut tut, die du zu dir nimmst. Je bewusster du lebst und konsumierst, desto mehr setzt du deine Macht zum Wohl des Ganzen ein. Wenn du etwas nimmst, dann gebe. Sehe das Geben und Nehmen als wichtigen Teil deiner fließenden Natur.

Egal vor welcher Aufgabe, Herausforderung oder Prüfung du stehst – du hast immer die Wahl, dich für das Licht zu entscheiden. Sei dir der großen Macht deiner Gedanken und deines Geistes bewusst. Befreie dich von jeglicher Negativität und nutze deinen Geist: für deine Heilung und die Heilung aller Dinge, die du berührst. Besinne dich der Wunder und der Schönheiten um dich herum und sehe stets das Allerbeste in dir und allen Wesen. Sei ein Mit-Schöpfer für ein neues Zeitalter des Friedens und der Harmonie. Singe, lache, tanze, spiele – täglich oder öfter. Sei göttlich. Sei aufrecht und kraftvoll. Erinnere dich und alle anderen an den eigentlichen Daseinsgrund: die Liebe.

Der Film “Die Mühle und das Kreuz” von Lech Majewski ist eine meisterhafte Bildmeditation, die mit nur wenigen Dialogen auskommt: Sehen!

Ein anregender Blog-Artikel zum Thema 2012: Lesen!

Kraftvolle und mystische Musik (nicht nur) für schamanische Reisen: Hören!

Was verbindet uns? Das Sein im Hier und Jetzt, Liebe, Dankbarkeit und Mitgefühl gehören zu den wesentlichen Grundbausteinen wahrer Verbindung. Wobei ich hier auf die beiden Pole des Mitgefühls hinweisen möchte: das auf Leiden, auf die Endlichkeit unserer jetzigen Manifestation bezogene Mitgefühl und das auf die Freude, auf die Ewigkeit des Seins bezogene Mitgefühl.

Alles, was uns trennt von dem was um uns ist -und zugleich in uns ist, da es kein unabhängiges und eigenständiges Selbst gibt- führt uns weg aus dem Sein, weg von uns selbst. Je weiter wir aufspalten und abspalten, desto mehr spalten wir uns von uns selbst ab. Wir verlieren die Verbindung zu uns selbst. Als Folge können sich physische und psychische Krankheiten manifestieren.

Was hindert uns an Verbindung? Diese Frage sollten wir uns ehrlich stellen. Trennend sind Gefühle der Schuld, von Scham, das Hegen von Angriffs- und Verteidungungsgedanken, das gedankliche Verweilen in Vergangenheit und Zukunft, das zwanghafte Suchen des Verstandes nach Erklärung, Einordnung, Benennung oder Beschreibung der Dinge, die um uns sind. Der Verstand ist ein ausgezeichnetes Instrument, aber eben nur wenn wir es als ein solches bewusst spielen – wenn wir es erklingen lassen, wann wir möchten. In tiefer Verbindung mit dem Sein ruht der Verstand – oder wir beobachten ihn aus einer höheren Position heraus, sehen ihn als das, was er ist: hilfreich, aber kein Alleinherrscher… wir sind nicht der Verstand, wir sind nicht der Körper. Wir haben diese Dinge, doch wir sind so unglaublich viel mehr… in der Verbindung mit allem, was ist, sind wir alles, was ist. Wozu auch der unendlich weite, leere Raum gehört, der uns umgibt. Unendliche Weite können wir ebenso in uns finden, wenn wir uns mit ihr verbinden.

Verbindung heilt. Verbindung führt zum Erwachen. Verbindung führt zur absoluten Präsenz im Hier und Jetzt. Doch wie können wir uns verbinden? Ein Weg, um Trennung aufzuheben, ist Vergebung. Wir können über die Unbeständigkeit und die gegenseitige Abhängigheit aller Wesen und Dinge meditieren. Durch regelmäßige Meditation können wir lernen, unseren Verstand zu beobachten und sein Meister zu werden. Ein weiterer Weg führt über die Achtsamkeit für uns und alles, was uns umgibt. Ganz in der Wahrnehmung und in der Hingabe zu sein, ganz mit dem zu sein, was in uns ist und um uns herum ist. Wir erkennen, dass alles in uns ist und wir in allem um uns herum. Dankbarkeit ist ein weiterer, wesentlicher Faktor, der uns verbindet – mit dem was ist. Die bedingungslose Liebe ist Verbindung in Meisterschaft. Verbindung in Vollendung ist Eins-sein.

Wir befinden uns im Jahre 2012 n. Chr. Der ganze Planet wird von Männerkumpaneien beherrscht und ausgebeutet… der ganze Planet? Nein! Von Liebe und Freiheit beseelte Erdenbürger hören nicht auf, ein neues Bewusstsein in diese Welt zu bringen. Und so ist das Leben nicht leicht für diejenigen, die am alten System festhalten…

2012. Dass ein Zeitalter des Wandels schon längst begonnen hat, für diese Einsicht benötigen wir eigentlich keine Maya- Kalender oder Inka-Prophezeiungen. Wer nicht herumläuft wie die berühmten (im Westen allerdings von der Aussage her uminterpretierten) drei Affen, weiß längst welch entscheidende Stunde geschlagen hat.

2012. Nie schritt die Ausbeutung, Vergiftung und Zerstörung der natürlichen Ressourcen unseres Planeten schneller und drastischer fort als in unserer Gegenwart. Nie starben mehr Arten aus als in unserer Gegenwart. Nie stand die Schere zwischen arm und reich weltweit so krass auseinander als in unserer Gegenwart. Nie wurden mehr Lebewesen auf engstem Raum eingepfercht, als Industrieware gequält und mißbraucht als in unserer Gegenwart. Kann es sein, das wir in unserer kollektiven Gesamtheit noch nie so weit entfernt waren vom Bild des biblischen Paradieses als in unserer Gegenwart?

2012. Das noch herrschende System basiert auf Trennung. Es gibt das “Wir” und “die anderen”. Jegliche Unterdrückung, Ausbeutung, Angst und Gewalt resuliert aus Trennung. Verbindung dagegen heilt uns und den blauen Planeten. Wir alle sind Brüder und Schwestern. Doch selbst in esoterischen und spirituellen Kreisen wird noch trennendes Gedankengut gehegt und gepflegt.

2012. Manches im realen Leben erinnert mich an die Kernaussage der Star-Wars-Saga. Da gibt es die dunkle Seite der Macht und die gute, also helle Seite der Macht. Wieviele Krieger des Lichts, wieviele Erwachte, wieviele Heilige, wieviel Bewusstsein und wieviel Mitgefühl benötigen wir, um die dunkle Seite zur rechten Zeit davon abzubringen, diesen Planeten in einen Todesstern zu verwandeln? Das Laserschwert im Film ist eine Waffe des Lichts. Doch erst als der Jedikrieger Skywalker in seinem ärgsten Feind seinen Vater sehen und lieben kann, als er sein Schwert streckt und sich damit entwaffnet, kann er die dunkle Seite der Macht bezwingen.

2012. Wird der Quantensprung gelingen? Ich wische all meine Zweifel wieder einmal weg. Ich nehme Darth Vader die Maske ab, denn “er ist mein Vater”. Ich blicke auf die Tulpen auf meinem Tisch, sehe und fühle Schönheit, Göttlichkeit, Ganzheit. Durch die Verbindung tauche ich ein ins Hier und Jetzt. Ich bin Freude, ich bin Licht, ich bin Frieden und ich bin Liebe. Ich bin erwachtes Bewusstsein. Ich halte mir die Vision vor Augen, an die ich glaube. Es wird einen Quantensprung geben, ein kollektives Erwachen, ein neues Bewusstsein für unser Eins-sein. Ganz egal ob 2012, 2013, 2014, 2015…

Ich wünsche uns allen ein mit Frieden, Liebe, Licht und Gesundheit gesegnetes Jahr 2012.

Wir kommen unter anderem auf diesem Planeten zusammen, um uns gegenseitig an die wesentlichen Dinge im Leben zu erinnern. Manchmal erinnere ich mich selbst an wesentliche Dinge. Dinge, die ich schon einmal gelernt habe… vielleicht sogar schon gelebt habe. Und die trotzdem wieder ein Stück weit verloren gegangen sind.

So ein Jahreswechsel ist eine gute Zeit für Erinnerungen und eine besonders gute Zeit Erinnerungen zu filtern: Was aus diesen Erinnerungen möchte ich verabschieden aus meinem Leben, was möchte ich verstärkt einladen? Mir ist eingefallen, dass ich das Wesentliche schon einmal in der für mich perfekten Form ausgedrückt habe. Ausgedrückt, näher gerückt, nachgesonnen, gespürt und ja, integriert in das, was ich mein irdisches Leben nenne. Und dann doch auch immer wieder ein Stück weit davon abgerückt…

Um mich selbst zu erinnern, wiederhole ich mich hier also erstmals – und eine Zeile hab ich sogar hinzugefügt :)

Es

In der Freiheit
in der Liebe
in der Güte
in der Stille

jenseits aller Worte
und jenseits der Gedanken
jenseits von Wissen
und jenseits des Glaubens
jenseits der Abhängigkeit
und jenseits von Autorität
jenseits von Anstrengung
und jenseits der Disziplin
jenseits von Angst
und jenseits der Sicherheit
jenseits des Suchens
und jenseits der Zufriedenheit
jenseits der Vorstellung
und jenseits aller Konzepte

in der Freiheit
in der Liebe
in der Güte
in der Stille

da ist Wahrheit
da ist Frieden
da ist Es

Spüre in deinen Körper hinein, höre auf die Sprache deines Herzens. Nehme deinen Schmerz wahr, egal ob er körperlicher oder seelischer Natur ist. Schaue dir diesen Schmerz an. Beobachte nur den Schmerz und nicht dich als Individuum, das Schmerzen hat. Hat der Schmerz eine Botschaft für dich? Verbergen sich Groll, Schuld oder Trennung hinter deinem Schmerz? Verbindung und Vergebung werden diesen Schmerz heilen. Die Identifikation mit dem Körper führt zur Identifikation mit dem Schmerz. Du bist nicht dein Körper. Du hast einen Körper. Du bist nicht der Schmerz. Du hast Schmerzen.

Gebe dem Schmerz Raum. Fühle den Schmerz total. Gehe durch den Schmerz hindurch. Finde einen Ton für deinen Schmerz. Besinge den Schmerz. Umarme den Schmerz. Lächle ihm zu und erhebe damit dein Bewusstsein über den Schmerz.
Er ist jetzt ein Teil von dir. Doch halte den Schmerz nicht fest. Lasse deinen Schmerz los und lege ihn in die Hände des Himmels. Gebe deinen Schmerz an die Erde ab, lasse ihn in deiner Vorstellung als einen Energiestrahl aus deinem Körper fließen. Bitte den Himmel um die Gabe hinter dem Schmerz. Bitte den Himmel um die Heilung deines Schmerzes. Bitte den Himmel um Heilung und Liebe für alle leidenden Wesen.

Heilende Affirmation: Ich bin ein geliebtes Kind Gottes und ich bin unschuldig. Ich bin ein göttliches Wesen und ich bin reiner Geist, der an einen menschlichen Körper gebunden ist. Ich liebe mich und ich liebe meinen Körper, der ein wunderbares Werkzeug für alle Erfahrungen hier auf Erden ist. Ich liebe die Schöpfung und ich bin eins mit allem Sein.

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