Was verbindet uns? Das Sein im Hier und Jetzt, Liebe, Dankbarkeit und Mitgefühl gehören zu den wesentlichen Grundbausteinen wahrer Verbindung. Wobei ich hier auf die beiden Pole des Mitgefühls hinweisen möchte: das auf Leiden, auf die Endlichkeit unserer jetzigen Manifestation bezogene Mitgefühl und das auf die Freude, auf die Ewigkeit des Seins bezogene Mitgefühl.
Alles, was uns trennt von dem was um uns ist -und zugleich in uns ist, da es kein unabhängiges und eigenständiges Selbst gibt- führt uns weg aus dem Sein, weg von uns selbst. Je weiter wir aufspalten und abspalten, desto mehr spalten wir uns von uns selbst ab. Wir verlieren die Verbindung zu uns selbst. Als Folge können sich physische und psychische Krankheiten manifestieren.
Was hindert uns an Verbindung? Diese Frage sollten wir uns ehrlich stellen. Trennend sind Gefühle der Schuld, von Scham, das Hegen von Angriffs- und Verteidungungsgedanken, das gedankliche Verweilen in Vergangenheit und Zukunft, das zwanghafte Suchen des Verstandes nach Erklärung, Einordnung, Benennung oder Beschreibung der Dinge, die um uns sind. Der Verstand ist ein ausgezeichnetes Instrument, aber eben nur wenn wir es als ein solches bewusst spielen – wenn wir es erklingen lassen, wann wir möchten. In tiefer Verbindung mit dem Sein ruht der Verstand – oder wir beobachten ihn aus einer höheren Position heraus, sehen ihn als das, was er ist: hilfreich, aber kein Alleinherrscher… wir sind nicht der Verstand, wir sind nicht der Körper. Wir haben diese Dinge, doch wir sind so unglaublich viel mehr… in der Verbindung mit allem, was ist, sind wir alles, was ist. Wozu auch der unendlich weite, leere Raum gehört, der uns umgibt. Unendliche Weite können wir ebenso in uns finden, wenn wir uns mit ihr verbinden.
Verbindung heilt. Verbindung führt zum Erwachen. Verbindung führt zur absoluten Präsenz im Hier und Jetzt. Doch wie können wir uns verbinden? Ein Weg, um Trennung aufzuheben, ist Vergebung. Wir können über die Unbeständigkeit und die gegenseitige Abhängigheit aller Wesen und Dinge meditieren. Durch regelmäßige Meditation können wir lernen, unseren Verstand zu beobachten und sein Meister zu werden. Ein weiterer Weg führt über die Achtsamkeit für uns und alles, was uns umgibt. Ganz in der Wahrnehmung und in der Hingabe zu sein, ganz mit dem zu sein, was in uns ist und um uns herum ist. Wir erkennen, dass alles in uns ist und wir in allem um uns herum. Dankbarkeit ist ein weiterer, wesentlicher Faktor, der uns verbindet – mit dem was ist. Die bedingungslose Liebe ist Verbindung in Meisterschaft. Verbindung in Vollendung ist Eins-sein.